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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Nächtliche Kämpfe
Tagesgrauen liegen geblieben, da er des Nachts nicht der Fährte zu folgen vermochte. Diese war dann sehr deutlich gewesen und hatte, Fort Gibson vermeidend, zwischen dem Canadian und dem Red- fork nach Westen geführt, um dann wieder nach Norden einzulenken. Während einer der nächsten Nächte hatten die Tramps ein Dorf der Creekindianer überfallen, um sich Pferde zu verschaffen. Am Mittag des nächsten Tages waren die beiden Tonkawa wandernden Choctowkriegern begegnet, von denen sie sich zwei Pferde gekauft hatten. Doch war durch die beim Pferdehandel gebräuchlichen Zeremonien eine so lange Zeit in Anspruch genommen worden, daß die Tramps einen Vorsprung von einem ganzen Tag bekommen hatten. Sie waren dann über den Red- fork gegangen und über die offene Prairie nach dem schwarzen Bärenflusse geritten. Den Tonkawa war es gelungen, ihnen nahe zu kommen. Nun lagerten die Tramps auf einer kleinen Lichtung am Flußufer, und die Tonkawa hatten es für notwendig gehalten, zunächst die Rafters aufzusuchen, um diese zu benachrichtigen.
Die Wirkung dieser Erzählung ließ nicht auf sich warten. Man sprach nun nur noch im leisen Tone und löschte das Feuer ganz aus.
"Wie weit ist der Lagerplatz dieser Tramps von hier aus entfernt?" fragte der alte Missourier.
"So viel, was die Bleichgesichter eine halbe Stunde nennen."
"Alle Wetter! Da können sie zwar unser Feuer nicht gesehen, aber doch den Rauch gerochen haben. Wir sind wirklich zu sicher gewesen. Und seit wann liegen sie dort?"
"Eine ganze Stunde vor Abend."
"Dann haben sie gewiß auch nach uns gesucht. Weißt du nichts darüber?"
"Tonkawa nicht dürfen beobachten Tramps, weil noch heller Tag. Sogleich weiter, um Rafters zu warnen, denn - - "
Er hielt inne und lauschte. Dann fuhr er in noch viel leiserem Tone fort. "Großer Bär etwas sehen, eine Bewegung an Ecke von Haus. Still sitzen und nicht sprechen. Tonkawa fortkriechen und nachsehen."
Er legte sich auf den Boden nieder und kroch, sein Gewehr zurücklassend, dem Hause zu. Die Rafters spitzten die Ohren. Es vergingen wohl zehn Minuten, dann ertönte ein schriller, kurzer Schrei, ein Schrei, den jeder Westmann kennt - der Todesschrei eines Menschen. Nach kurzer Zeit kehrte der Häuptling zurück.
"Ein Kundschafter der Tramps," sagte er. "Tonkawa hat ihm das Messer gegeben, von hinten in das Herz getroffen. Wird nicht
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