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Werke von Karl May

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In der Klemme 

"Ja," antwortete Old Shatterhand mit solcher Ruhe, daß der Rote schnell rief: "So liefert eure Waffen ab!"
 
"Das werden wir freilich nicht thun!"
 
"Aber du sagst ja, daß du dich ergeben willst!" erklang es im Tone der Verwunderung.
 
"Allerdings, nämlich in das Schicksal, welches uns durch deine Worte verkündet wird. Was aber hast du gesagt? Daß ihr jedes Bleichgesicht, welches in eure Hände fällt, töten werdet. Oder ist es nicht so?"
 
"Ja, so waren meine Worte," nickte der Rote, darauf gespannt, was Old Shatterhand darauf vorbringen werde.
 
"Gut, so tötet uns, wenn wir in eure Hände gefallen sind, was aber bis jetzt noch nicht geschehen ist."
 
"Uff! Glaubst du uns etwa zu entkommen?"
 
"Allerdings."
 
"Das ist unmöglich. Weißt du, wie viele Krieger ich bei mir habe? Es sind ihrer zweihundert!"
 
"Bloß? Vielleicht hast du dir erzählen lassen, daß schon größere Horden sich vergeblich die Mühe gegeben haben, mich zu fangen oder festzuhalten."
 
"Aber zweihundert und ihr nur vier! Es ist keine Lücke vorhanden, durch welche ihr entschlüpfen könntet!"
 
"So werden wir uns eine Lücke machen!"
 
"Ihr würdet dabei getötet werden!"
 
"Möglich! Aber wie viele deiner Krieger würdest du dabei einbüßen! Ich rechne auf jeden meiner Gefährten wenigstens zwanzig und ich selbst werde gewiß viel mehr als fünfzig erschießen, ehe ihr mich in eure Hände bekommt."
 
Er sagte das mit einer solchen Zuversicht, daß der Rote ihn erstaunt anschaute. Dann stieß der letztere ein rauhes Lachen hervor und sagte, indem er die Hand geringschätzend auf und nieder bewegte: "Die Gedanken deines Kopfes verwirren sich. Du bist ein kühner Jäger, aber wie könntest du fünfzig Krieger erlegen?"
 
"Mit Leichtigkeit. Hast du noch nicht erfahren, was für Waffen ich besitze?"
 
"Du sollst ein Gewehr besitzen, aus welchem man immerfort schießen kann, ohne ein einziges Mal laden zu müssen; aber das ist eine Unmöglichkeit, ich glaube es nicht."
 
"Soll ich es dir zeigen?"
 
"Ja, zeige es!" rief der Häuptling, ganz elektrisiert von dem Gedanken,
 
 
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