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Werke von Karl May

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In der Klemme 

"Aber wo habt Ihr denn Eure Biberfallen, Master Knox, ohne welche Ihr keinen Fang machen könnt?"
 
"Die sind uns da unten am San Juanflusse von Dieben, vielleicht von Indianern, gestohlen worden. Vielleicht treffen wir ein Kamp, wo es welche zu kaufen gibt. Ihr meint also, daß wir uns euch zunächst bis nach den Elkbergen anschließen dürfen?"
 
"Habe nichts dagegen, wenn meine Gefährten es zufrieden sind."
 
"Schön, Master! So dürfen wir nun wohl eure Namen erfahren?"
 
"Warum nicht! Mich nennt man den dicken Jemmy; mein Nachbar rechts ist der -   -   -  "
 
"Der lange Davy wohl?" fiel Knox schnell ein.
 
"Ja. Ihr erratet es wohl?"
 
"Natürlich! Ihr seid ja weit und breit bekannt, und wo der dicke Jemmy sich befindet, da braucht man nicht lange nach seinem Davy zu suchen. Und der kleine Master hier an Eurer linken Seite?"
 
"Den nennen wir Hobble-  Frank; ein famoses Kerlchen, den Ihr schon noch kennen lernen werdet."
 
Frank warf einen warmen, dankbaren Blick auf den Sprecher, und dieser fuhr fort: "Und der letzte Name, den ich Euch zu nennen habe, ist Euch jedenfalls noch besser bekannt, als der meinige. Ich denke doch, daß Ihr von Old Shatterhand gehört habt."
 
"Old Shatterhand?" rief Knox aufs freudigste überrascht. "Wirklich? Ist's wahr, Sir, daß Ihr Old Shatterhand seid?"
 
"Warum sollte es nicht wahr sein," antwortete der Genannte.
 
"Dann erlaubt mir, Euch zu sagen, daß ich mich unendlich freue, Euch kennen zu lernen, Sir!"
 
Er streckte bei diesen Worten dem Jäger die Hand entgegen und warf dabei Hilton einen Blick zu, welcher diesem sagen sollte: "Du, freue dich auch, denn nun sind wir geborgen. Wenn wir bei diesem berühmten Mann sind, haben wir nichts mehr zu befürchten." Old Shatterhand aber that, als ob er die ihm angebotene Hand gar nicht bemerkte und entgegnete in kaltem Tone: "Freut Ihr Euch wirklich? Dann ist es schade, daß ich Eure Freude nicht zu teilen vermag."
 
"Warum nicht, Sir?"
 
"Weil ihr Leute seid, über welche man sich überhaupt nicht freuen kann."
 
"Wie meint Ihr das?" fragte Knox, ganz betroffen über diese Offenheit. " Ich nehme an, daß Ihr scherzet, Sir."
 
 
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