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Werke von Karl May

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Die Bonanza of Hoaka
 
 

Im Mogollongebirge 

»Wer hätte das diesem alten, roten Indianerbürgermeester angesehen!« zürnte Frau Rosalie. »Der Mann war so freundlich, wie schöne, gelbe Grasbutter; er that so schön und so freundlich, daß ich schon gloobte, er werde mich zu eenem Walzer anggaschieren. Und jetzt schtellt sich's 'raus, daß das alles Falschheet, Betrug und Hinterlistigkeet gewesen is. Ohrfeigen sollte man dem Kerl geben, Maulschellen, gehörige, tüchtige Maulschellen, immer eene herüber und die andre hinüber! Was will er denn eegentlich von uns? Off was hat er es denn abgesehen? Off unsre Sachen und off unser Geld? Sagen Sie mir doch das, Herr Hawkens! Reden Sie doch; schprechen Sie doch! Schtehen Sie doch nich da wie een chinesischer Oelgötze, der keen Wort von sich geben kann! Ich will und muß partuh wissen, woran ich bin!«
 
»Natürlich haben sie es auf unser Eigentum abgesehen,« antwortete Sam.
 
»Natürlich? Das finde ich gar nich so natürlich wie Sie. Mein Eegentum is eben mein Eegentum, an dem mir keen andrer Mensch herumzufispern hat. Wer die Hand nach meinen rechtmäßigen und gesetzlichen Habseligkeeten ausschtreckt, der is een Schpitzbube, verschtehn Se mich! Und da gibt's in Sachsen gewisse Paragraphen, welche von der Polizei schtreng gehandhabt werden. Wer maust, der wird eingeschteckt oder ooch sogar ins Loch geschperrt!«
 
»Das ist sehr richtig; aber leider befinden wir uns nicht in Sachsen.«
 
»Nich in Sachsen? I was Se nich sagen! Ich bin noch lange keene Amerikanerin; ich befinde mich zwar gegenwärtig off der Auswanderung, aber meine gute, sächsische Schtaatsangehörigkeet habe ich trotzdem noch nich offgegeben. Ich bin immer noch eene Landestochter des schönen Sachsenlandes an der Elbe. Die Sachsen haben in mehr als zwanzig Schlachten gesiegt und werden mich ooch hier herauszuhauen wissen. Verschtehn Se mich? Ich habe dreißig Jahre lang meine Abgaben, Schteuern und Schulanlagen pünktlich und ehrlich bezahlt, bin noch keenen einzigen
 
 
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