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Werke von Karl May

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Gerechte Strafe 

»Das kann ebenso gut ohne einen Zweikampf zwischen dir und mir geschehen,« antwortete Old Shatterhand auf Mokaschis Aeußerung. »Ihr seid von allen Seiten eingeschlossen. Ihr seid verloren, sobald der Kampf beginnt. Wie kannst du es da einem von uns zumuten, mit dir zu kämpfen und das Schicksal zweier Stämme von dem Ausgange dieses Kampfes abhängig zu machen! Was einmal mir gehört, brauche ich mir doch nicht erst noch zu erwerben. Der Sieg gehört uns; wozu soll ich mir ihn erst noch extra erkämpfen?«
 
»So willst du nicht mit mir ringen?«
 
»Nein, denn ich müßte dich töten, und das will ich nicht.«
 
»Ich werde doch ohnedies und trotzdem sterben, denn du hast selbst gesagt, daß deine erste Kugel mir gelten werde.«
 
»Ja, falls es zum Kampfe kommt; ich meine aber, daß es weit besser sei, ihn zu vermeiden.«
 
»Wie soll er vermieden werden? Etwa dadurch, daß wir uns euch auf Gnade 'oder Ungnade ergeben?«
 
»Nein, denn so ergeben sich tapfere Männer nicht, und die Nijoras sind ja tapfere Krieger. Kennst du Old Shatterhand und Winnetou so wenig, daß du uns ein solches Verlangen zutraust, dessen Erfüllung euch und allen euren Nachkommen immerwährende Schande bereiten müßte?«
 
Da holte Mokaschi tief und erleichtert Atem und fragte.
 
»Wie soll es denn sonst möglich sein, den Kampf zu vermeiden, ohne daß unsre Weiber und Kinder mit Fingern auf uns zeigen und uns verhöhnen?«
 
 
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