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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Gerechte Strafe
Die drei entfernten sich also für kurze Zeit, um nach dem Risse zu suchen; sie fanden ihn unschwer in nicht zu großer Entfernung von dem Baume, an welchem der Kantor hing. Als sie das Gezweig, welches ihn bedeckte, zur Seite schoben, sahen sie Rollins, der mit eng zusammengeschmiegtem Körper in der Spalte steckte. Sie hatten ihre Messer in den Händen, und der Oelprinz sagte in höhnischem Tone:
»Hallo, Mr. Rollins, was thut Ihr in dieser Felsenöffnung? Sucht Ihr vielleicht eine Petroleumquelle da?«
Der Bankier erschrak, als er die drei erkannte. Daß sie die drei Reiter seien, die er gesehen hatte, das hatte er nicht gedacht. Er mußte sich natürlich sagen, daß von diesen Leuten für ihn nichts Gutes zu erwarten sei. Er war kein Held, hätte sich aber gegen einen doch verteidigt; hier standen drei vor ihm, mit Messern in den Händen; er sah ein, daß eine Gegenwehr da seine Lage nur verschlimmern könne.
»Seid doch so gut und kommt heraus!« forderte ihn der Oelprinz auf. Ihr versäumt ja ganz und gar die Pflicht, zu der Ihr berufen worden seid!«
»Pflicht?« antwortete er, indem er sich ängstlich und verlegen aus der Spalte hervormachte.
»Ja, Sir. Ihr sollt doch Euern guten Freund, den Kantor, bewachen. Warum seid Ihr davongelaufen?«
»Ich sah drei Reiter kommen, wußte aber nicht, daß ihr es waret.«
»So! Ihr wäret also, wenn Ihr uns erkannt hättet, nicht geflohen?«
»Nein.«
»Freut mich, daß Ihr so große Freundschaft für uns und so großes Vertrauen zu uns hegt! Da Ihr nun wißt, daß wir es sind, so werdet Ihr wohl mit uns zu dem Kantor zurückkehren. Also kommt!«
Sie nahmen ihn in die Mitte und brachten ihn zu dem Baume. Dort nahm ihm der Oel-
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