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Werke von Karl May

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Gerechte Strafe 

»Ja,« stimmte Buttler bei. »Dieser rote Spitzbube ist eben auch ein Freund von Old Shatterhand und Winnetou, und wenn man es mit einem solchen Kerl zu thun hat, kann man gewiß sein und darauf schwören, daß man übertölpelt und betrogen wird. Nun ist für uns nichts mehr zu hoffen.«
 
»Pshaw! Ich gebe die Hoffnung noch lange nicht auf.«
 
»Wirklich? Denkst du, daß es möglich ist, noch etwas zu erreichen?«
 
»Ja.«
 
»Auf welche Weise?«
 
»Wir warten, bis die sechs Kerls fort sind und kehren dann um.«
 
»Um mit Wolf anzubinden?«
 
»Ja.«
 
»Das wäre wieder dumm, denn die Roten würden ihm alle helfen. Du hast ja selbst gesagt, daß wenn wir das Lager verlassen haben, das Kalummet keine Kraft mehr besitzt.«
 
»Ja, das wäre freilich eine Dummheit, wenn wir ihn offen anpacken wollten.«
 
»Also heimlich?«
 
»Ja. Ihr könnt euch denken, daß sie baldigst aufbrechen werden, um die vermeintlichen Gefangenen zu befreien, und wir wissen, daß sie am rechten Ufer aufwärts ziehen werden. Wir reiten ihnen nach, bis wir den Platz erreichen, wo sie für die Nacht lagern. Da belauschen wir sie, und es sollte mich wundern, wenn wir keine Gelegenheit fänden, uns an diesen Wolf zu machen.«
 
»Das mag richtig sein. Das ist ein Gedanke, welcher mir wieder Leben gibt. Hoffentlich hat der Kerl die Anweisung bei sich!«
 
»Wo sollte er sie sonst haben? Hier im Westen gibt es keine feuerfesten Tresors, in denen man das Geld, welches man nicht besitzt, aufbewahren kann.«
 
Sie stiegen auf ihre Pferde und ritten ohne Abschied davon. Wem hätten sie ade sagen können? Es schien sich kein Mensch um sie zu bekümmern; aber es schien auch nur so, denn in Wirklichkeit waren alle Augen heimlich auf sie gerichtet.
 
 
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