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Werke von Karl May

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Gerechte Strafe 

Sohn befindet sich in den Händen der feindlichen Nijoras?«
 
»Ja,« antwortete der Oelprinz.
 
»So muß er Schnell, schnell gerettet werden! Erzählt, was Ihr davon wißt, und sagt, wo sich die Feinde befinden! Wir müssen eilen. Also macht, redet, sprecht!«
 
Sie als Frau konnte ihre Aufregung natürlich viel weniger beherrschen, als der Häuptling. Sie hatte Grinleys Arm ergriffen und schüttelte denselben, als ob sie die gewünschte Auskunft dadurch beschleunigen könne; der Oelprinz aber antwortete in einem ruhigen Tone:
 
»Ja, wir sind allerdings gekommen, um Euch von dem, was geschehen ist, zu benachrichtigen; aber der Häuptling hat uns wie Feinde empfangen, und so wollen wir das, was wir wissen, doch lieber für uns behalten.«
 
»Hund!« fuhr ihn da der »Große Donner« an. »Du willst nicht sprechen? Es gibt Mittel, dir den Mund zu öffnen!«
 
»Nein,« behauptete der Oelprinz mit einem siegesgewissen Lächeln.
 
»Wir braten euch am Feuer!«
 
»Pshaw!«
 
»Wir binden euch an den Marterpfahl!«
 
»Pshaw! Wir sind tapfere Männer und wissen zu sterben.«
 
Da legte die Frau die Hände auf Schulter und Arme ihres roten Mannes und bat ihn in dringendem Tone:
 
»Sei freundlich mit ihnen! Sie haben uns benachrichtigen wollen und also nicht verdient, daß du sie als Feinde behandelst.«
 
»Ihre Gesichter sind nicht die Gesichter guter Männer; ich traue ihnen nicht,« antwortete er finster.
 
 
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