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Werke von Karl May

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Gefangen und befreit 

uns folgen, damit wir zwischen die beiden Utahheere geraten und unmöglich gerettet werden können."
 
"Alle Teufel! Dieser Plan ist nicht übel. Was sagt mein roter Bruder dazu?"
 
"Ich stimme bei, daß er sehr gut ausgedacht ist; aber er hat einen großen Fehler."
 
"Welchen?"
 
"Den, daß ich ihn belauscht habe. Wir kennen ihn und wissen nun, was wir zu thun haben."
 
"Aber in das Hirschthal müssen wir, wenn wir nicht einen Umweg von wenigstens vier Tagen machen wollen."
 
"Wir werden keinen Umweg machen, sondern nach diesem Thale reiten, aber trotzdem den Utahs nicht in die Hände fallen."
 
"Ist das möglich?"
 
"Ja. Frage meinen Bruder Old Shatterhand. Ich bin mit ihm im Thal der Hirsche gewesen. Wir waren allein und wurden von einem großen Haufen von wandernden Elk-  Utahs gejagt. Wir sind ihnen entkommen, weil wir einen Felsenweg fanden, welchen vielleicht vor und dann auch nach uns kein Mensch betreten hat. Er ist nicht ungefährlich; aber wenn es gilt, zwischen ihm und dem Tode zu wählen, so kann die Wahl doch wohl nicht zweifelhaft sein."
 
"Gut, reiten wir diesen Weg. Und was thun wir mit den Geiseln?"
 
"Die geben wir nicht eher frei, als bis wir das gefährliche Thal der Hirsche hinter uns haben."
 
"Aber den "großen Wolf", wollen wir auch den freigeben?" fragte Old Shatterhand.
 
"Willst du ihn töten?" erkundigte sich Winnetou.
 
"Er hat es verdient. Ich habe ihm unten im Canon, wo ich ihn begnadigte, gesagt, daß es ihn das Leben kosten werde, wenn er wieder Verrat übe. Er hat trotzdem abermals sein Wort gebrochen, und ich bin der Ansicht, daß wir dies nicht unbestraft hingehen lassen dürfen. Es handelt sich nicht um uns allein. Wenn er nicht bestraft wird, kommt er zu der Ansicht, daß man den Weißen überhaupt nicht Wort zu halten brauche, und das Beispiel eines solchen Häuptlings ist maßgebend für alle andern Roten.
 
"Mein Bruder hat recht. Ich töte nicht gern einen Menschen; aber der "große Wolf" hat Euch mehrfach betrogen und also den Tod wiederholt verdient. Lassen wir ihn leben, so gilt das für Schwäche. Bestrafen wir ihn aber, so erfahren seine Krieger, daß man uns das
 
 
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