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Werke von Karl May

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Hvar
 
 

Gefangen und befreit 

Winnetou hatte richtig gesehen; die Utahs waren oben im Walde verschwunden, aber sie hatten denselben nicht durchritten, sondern waren halten geblieben. Der Transport der Leichen war ihnen nicht schwer geworden, da sie zu ihren Pferden auch diejenigen der Getöteten zurückerhalten hatten. Jetzt ließ der Häuptling die Toten herabnehmen. Er trat vor an den Waldesrand, blickte hinab nach dem Felsenspalt und sagte: "Man wird uns beobachtet haben. Da unten steht gewiß so ein weißer Hund, welcher sehen will, ob wir wirklich nach unserm Lager zurückkehren."
 
"Thun wir das denn nicht?" fragte einer seiner Leute. Jedenfalls hatte sich derselbe durch Tapferkeit oder andre Vorzüge so ausgezeichnet, daß er eine solche Frage wagen konnte.
 
"Hast du so wenig Hirn wie der Schakal der Prairie?" fuhr der "große Wolf" ihn an. "Es gilt, Rache an diesen bleichen Kröten zu nehmen."
 
"Aber sie sind nun unsre Freunde und Brüder!"
 
"Nein."
 
"Wir haben die Pfeife des Friedens mit ihnen geraucht!"
 
"Wem gehörte diese Pfeife?"
 
"Old Shatterhand."
 
"Nun, so gilt der Schwur für ihn, aber nicht für uns. Warum war er so dumm, sich nicht meiner Pfeife zu bedienen! Siehst du das nicht ein?"
 
"Der "große Wolf" hat stets recht," antwortete der Mann, welcher mit der Sophistik seines Häuptlings vollständig einverstanden war. Die Ausrede desselben mußte jeden Krieger der Utah gewiß zufriedenstellen.
 
"Morgen früh werden die Seelen der Bleichgesichter in den ewigen Jagdgründen sein, um uns später dort zu bedienen," fuhr der Häuptling fort.
 
"Du willst sie überfallen?"
 
"Ja."
 
"Da ist unsre Zahl zu klein, und wir können auch nicht durch den Spalt zurück, weil man denselben bewachen wird."
 
"So nehmen wir einen andern Weg und holen uns so viele
 
 
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