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Werke von Karl May

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Eine Urwaldschlacht 

"Ich rate Ihnen, davon abzusehen. Sie würden sehr bald in die Hände der Indianer fallen. Oder haben Sie vergessen, daß Sie sich schon einmal in Gefangenschaft befanden?"
 
"Ja, das ist freilich wahr; aber wenn ich nichts wage, so gewinne ich nichts. Ich habe mir nun einmal vorgenommen, ein vorweltliches Tier nach Hause zu bringen. Die Reise, lateinisch Profectio oder auch Peregrinatio genannt, hat Geld gekostet, und das will ich doch nicht umsonst ausgegeben haben."
 
Der "harte Kopf" hatte aufmerksam zugehört. Es war ihm nicht klar, was der kleine Mann meinte, aber er ahnte es und erkundigte sich jetzt:
 
"Dieser Señor spricht von Tieren und vom Ausgraben. Gehört er vielleicht zu den sonderbaren weißen Leuten, welche in der Pampa nach Knochen graben, um dieselben in die großen Städte zu bringen und dort zusammenzustellen?"
 
"Ja, er gehört zu ihnen," antwortete Hammer lächelnd.
 
"So braucht er nicht hier zu bleiben und sich in die Gefahr zu bringen, von den Abipones gefangen genommen oder gar getötet zu werden. Ich weiß, wo solche Knochen zu finden sind."
 
"Wo denn, wo?" fragte der kleine Gelehrte schnell.
 
"Ich kenne mehrere Orte. An einem derselben werden wir vorüberkommen. Es ist der Pantano de los Huesos (* Sumpf der Knochen.). Dieser Name sagt Ihnen, daß das Gewünschte dort zu finden ist."
 
"Wirklich, wirklich? Ein Knochensumpf?" erkundigte sich Morgenstern mit großem Eifer. "Welchem Tiere gehören denn die Knochen an?"
 
"Das weiß ich nicht. Und dann kenne ich auch nicht -   -   -  ". Er stockte für einige Augenblicke, fuhr dann aber fort: "Die Señores sind gekommen, uns gegen unsre Feinde beizustehen, und aus Dankbarkeit dafür will ich sagen, daß ich einen Ort kenne, wo ein Tier in der Erde steckt, welches so groß gewesen sein muß, wie es jetzt keins mehr gibt. Wir haben es zufällig gefunden und wollten
 
 
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