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Werke von Karl May

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Der Ueberfall
Die Bonanza of Hoaka
 
 

Eine Indianerschlacht 

"Een jedes Heldentum belohnt sich in seinem Innern ganz von selbst. Man trägt die accusative Anerkennung in seinen eegenen und heiligsten Herzenslokalitäten mit sich herum. Dem Verdienste seine Krone, und den andern nich die Bohne! Übrigens is es doch wohl een wenigstens multiplizierter Gebrauch, Fürschten und Helden durch eene Wette zu belohnen. Wer geben will, der mag doch geben, und zwar nich indirekt durch eine falsche Wette, sondern gleich direkt mit der Hand in den Mund. Das is in allen höheren Kulturschtaaten so Sitte, und darum wird's auch im Umkreise meiner Persönlichkeet nich andersch eingeführt."
 
"So würden Sie es mir also nicht übelnehmen, wenn ich Ihnen ein Geschenk machte?"
 
"Sogar sehr! Schenken läßt sich der Hobble-  Frank nischt; dazu hat er eene viel zu majestätische Ambition; aber een Andenken, so was der gewissenhafte Franzose een Subenir und Kataplasma nennt, das darf man mir schon reichen, ohne befürchten zu müssen, die Lyrasaiten meines Gemütes in mißgestimmte Nebenklänge zu komponieren."
 
"Nun, dann haben Sie -   ein Andenken also. Ich hoffe, daß Sie sich darüber freuen. Ich habe zwei und kann also eins entbehren."
 
Er schob ihm eins seiner Prachtgewehre in die Hände. Frank aber schob es ihm zurück und sagte: "Hörnse, Mylord, Schpaß beiseite! Greifen Sie mich nich off demjenigen Punkte an, wo ich verderblich werden kann! Ich lächle gern und innig, aber ich kann ooch Kanonengesichter schneiden, wenn man meiner unbewachten Interferenz zu nahe tritt. Een kleener Scherz is gut und ooch für die Gesundheet leicht verdaulich; aber an der Nase zupfen, das kann ich mir nich gefallen lassen und laß ich mir nich gefallen; da denk' ich viel zu hoch und diagonal von mir!"
 
"Aber ich scherze ja nicht; es ist mein völliger Ernst!"
 
"Was? Sie wollen dieses Gewehr wirklich aus Ihrem Besitztum entlassen?"
 
"Ja," entgegnete der Engländer.
 
"Und mir als bona immobilia schenken?"
 
"So ist es."
 
"Dann her damit, nur rasch her damit, ehe die Reue kommt! Der Wahn is kurz wie Jemmy, aber die Reue lang wie Davy, singt Freiligrath. Dieses Gewehr mein Eegentum, mein unumschtößliches und konzentrirtes Eegentum. Das is ja grad, als ob heut' Christbescherung wär'! Ich bin ganz außer mir vor Freede! Ich bin ganz komplexiert und überwältigt! Mylord, brauchen Sie mal eenen guten Freund,
 
 
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