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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Eine Indianerschlacht
die von den Feuern beschienenen Feinde schnell niederschießen zu können. Als das nicht gelungen war, hatte ihre Tapferkeit ihnen nicht gestattet, zurückzuweichen; sie waren dennoch vorgedrungen und kämpften nun mit viel Verlust.
Es stellte sich heraus, daß die Utahs in der Überzahl waren; überdies kannten sie das Terrain besser als die Feinde, und so wurden diese, obgleich sie sich außerordentlich wacker hielten, nach und nach zurückgedrängt. Man kämpfte aus der Ferne und in der Nähe, mit der Schießwaffe und mit Messer oder Tomahawk. Es war für die drei verborgenen Zuschauer eine höchst aufregende Scene, Wilde gegen Wilde in der wildesten Manier! Hier kämpften zwei unter brutalstem Geheul; dort schlachteten sich einige in teuflischer Lautlosigkeit ab. Wo einer fiel, war sofort der Sieger über ihn her, um ihm den Skalp zu nehmen, vielleicht um in dem nächsten Augenblicke seinen eigenen zu verlieren.
Von den drei Häuptlingen, welche noch am Feuer gesessen hatten, kämpften zwei eigenhändig mit, um die Ihrigen durch ihr Beispiel anzufeuern. Der dritte lehnte in der Nähe des Feuers an einem Baume, verfolgte den Verlauf des Kampfes mit scharfem Blicke und erteilte nach rechts und links seine laut gebrüllten Befehle. Er war der Feldherr, bei welchem die Fäden der Verteidigung sich vereinigten. Selbst als die Navajos weiter und weiter zurückgedrängt wurden, blieb er stehen, ohne mit zu avancieren. Er wollte seinem Platze stolz treu bleiben und überließ den andern Häuptlingen die Leitung der Verfolgung der Feinde.
Der Kampf entfernte sich mehr und mehr. Jetzt war es für die drei unfreiwilligen Zeugen Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Der Weg nach ihrem Asyle war frei. Später, falls der Kampf vielleicht eine Gegenrichtung nahm, oder wenn die Utahs als Sieger zurückkehrten, war es wohl unmöglich, unbemerkt nach dem Verstecke zu gelangen.
Winnetou stieg vom Baume. Die beiden andern sahen es trotz der Dunkelheit und kamen auch herab. Noch immer stand der Häuptling an seiner Stelle. Das Getöse des Kampfes erscholl aus weiter Ferne.
"Jetzt zurück!" sagte Winnetou. "Später werden Freudenfeuer angebrannt, und dann ist's zu spät für uns."
"Nehmen wir diesen Häuptling mit," fragte Old Shatterhand.
"Ja. Wir werden ihn leicht ergreifen, denn er ist allein. Ich will mich zu - - - "
Er hielt inne. Und was er sah, das war auch ganz geeignet, ihn in das größte Erstaunen zu versetzen und ihm die Worte im Munde
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