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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Edelmut Old Shatterhands
Utahs zornig schreien! Sie entfernen sich; sie kehren in das Lager zurück. Und seht, dort stehen vier Bleichgesichter; ich kenne sie."
"Ich auch," rief Droll. "Old Shatterhand, der lange Davy, der dicke Jemmy und dieser kleine Hobble- Frank."
Diese Namen erregten allgemeines Aufsehen. Einige kannten einen oder mehrere der Genannten persönlich; die andern hatten genugsam von ihnen gehört, um ihnen das größte Interesse zu widmen. Die Bemerkungen flogen hin und her, bis Winnetou zu Old Firehand sagte: "Sieht mein Bruder jetzt, daß ich recht hatte? Unsre Freunde haben ihre Waffen noch; es kann also nicht gefährlich um sie stehen."
"Einstweilen noch, ja; aber wie bald kann sich das ändern. Ich schlage vor, ganz offen hinzureiten."
"Will mein Bruder hin, so mag er es thun; ich aber bleibe hier," antwortete der Apache in sehr bestimmtem Tone. "Old Shatterhand kennt die Verhältnisse und weiß, was er thut; wir aber kennen sie nicht und würden ihn vielleicht in der Ausführung seines Planes stören. Bleibt hier, ich werde so weit wie möglich vordringen, um zu erfahren, was geschieht."
Er behielt das Fernrohr in der Hand und verschwand zwischen den Bäumen. Es verging eine lange halbe Stunde; da kehrte er zurück und meldete: "Es gibt mitten im Lager einen Zweikampf. Die Utahs stehen so eng beisammen, daß ich die Kämpfenden nicht sehen konnte; aber den Hobble- Frank sah ich. Er zog die Pferde heimlich und vorsichtig hinter das Zelt und gab ihnen die Decken. Die Weißen wollen fort."
"Und heimlich? Also fliehen?" fragte Old Firehand. "So postieren wir uns hier an den Weg und nehmen sie auf oder gehen ihnen gar entgegen."
"Keins von beiden," entgegnete der Apache kopfschüttelnd.
"Meine Ansichten scheinen heute bei meinem roten Bruder stets auf Widerspruch zu stoßen!"
"Old Firehand mag nicht zürnen, sondern nachdenken. Was werden die Roten thun, wenn die Weißen fliehen?"
"Sie werden dieselben verfolgen."
"Wenn man vier oder sechs Männer verfolgt, wie viele Krieger braucht man dazu?"
"Nun, zwanzig bis dreißig."
"Gut! Diese werden wir sehr leicht besiegen. Wenn wir uns aber den Utahs zeigen, wird der ganze Stamm hinter uns her sein, und dann muß viel Blut fließen."
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