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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Der schwarze Panther
den du mich hetzen willst. All devils, muß dieser Mensch stark sein! Aber gerade solche Giganten pflegen am wenigsten Mut zu haben, und er ist so fein und schmuck gekleidet, daß er sicher nur in Salons, nicht aber mit Leuten unsers Schlags umzugehen versteht. Also ich halte die Wette. Einen Drink von drei Gläsern mit jedem der drei. Und nun an das Werk!"
Er hatte die drei letzten Sätze so laut gerufen, daß sie von allen Passagieren gehört werden mußten. Jeder Amerikaner und jeder Westmann kennt die Bedeutung des Wortes Drink, besonders wenn dasselbe so laut und drohend ausgesprochen wird, wie es hier der Fall war. Darum richteten sich aller Augen auf den Cornel. Man sah, daß er, ebenso wie seine Gesellen, schon halb betrunken war, doch ging keiner fort, da jeder eine interessante Scene erwartete und gern erfahren und sehen wollte, wer die drei seien, denen der Trunk angeboten werden sollte.
Der Cornel ließ die Gläser füllen, nahm das seinige in die Hand, ging auf den Schwarzbärtigen los, welcher sich noch in der Nähe befand, und nach einem bequemen Platz für sich suchte, und sagte: "Good day, Sir! Ich möchte Euch dieses Glas anbieten. Ich halte Euch natürlich für einen Gentleman, denn ich trinke nur mit wirklich noblen Leuten und hoffe, daß Ihr es auf mein Wohl leeren werdet!"
Der Vollbart des Angeredeten wurde breit und zog sich wieder zusammen, woraus zu schließen war, daß ein vergnügtes Lächeln über sein Gesicht gehe.
"Well," antwortete er. "Ich bin nicht abgeneigt, Euch diesen Gefallen zu thun, möchte aber vorher wissen, wer mir diese überraschende Ehre erweist."
"Ganz richtig, Sir! Man muß wissen, mit wem man trinkt. Ich heiße Brinkley, Cornel Brinkley, wenn's Euch beliebt. Und Ihr?"
"Mein Name ist Großer, Thomas Großer, wenn Ihr nichts dagegen habt. Also auf Euer Wohl, Cornel!"
Er leerte das Glas, wobei die andern auch austranken und gab es dem Obersten zurück. Dieser fühlte sich als Sieger, betrachtete ihn in beinahe beleidigender Art und Weise vom Kopfe bis zu den Füßen herab und fragte: "Mir scheint, das ist ein deutscher Name. Ihr seid also ein verdammter Dutchman, he?"
"Nein, sondern ein German, Sir," antwortete der Deutsche in freundlichster Weise, ohne sich durch die Grobheit des andern aufregen zu lassen. "Euern verdammten Dutchman müßt Ihr an eine andre Adresse bringen. Bei mir verfängt er nicht. Also Dank für den Drink und damit hallo!"
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