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| Werke von Karl May |
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| Der Schatz im Silbersee |
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| Das Vermächtnis der Inkas |
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| Der Ölprinz |
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| Der schwarze Mustang |
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Auf Tod und Leben
Leute hinten besser schwimmen als vorn. Lege dich also auf den Rücken; nimm den Kopf recht tief und die Beine hoch; stoße recht regelmäßig und ausgiebig mit den Füßen aus, und hole stets nur dann Atem, wenn du die Hände unter den Rücken schlägst."
"Well! Aber das kann nichts nützen, denn dieser "rote Fisch" wird mich trotzdem ausstechen."
"Vielleicht doch nicht, wenn mir meine List gelingt."
"Welche?"
"Du mußt mit der Strömung schwimmen und er gegen dieselbe."
"Ach, wäre das zu machen? Ist denn eine Strömung vorhanden?"
"Ich vermute es. Wenn sie fehlte, wärst du freilich verloren."
"Wir wissen ja noch gar nicht, wo geschwommen werden soll."
"Natürlich drüben auf dem See, welcher eigentlich nur ein Teich ist. Er ist länglichrund, fünfhundert Schritte lang und dreihundert breit, ungefähr, wie man von hier aus zu schätzen vermag. Das Berggewässer stürzt sich mit großem Gefälle hinein, und zwar, wie es scheint, nach dem linken Ufer hin. Das ergibt also eine Strömung, welche an diesem Ufer hingeht, drei Viertel um den See bis an den Ausfluß desselben. Laß mich nur machen. Wenn es menschenmöglich ist, werde ich es dahin bringen, daß du mit dieser Strömung den Gegner schlägst."
"Das sollte ein Gaudium sein, Sir! Und ich setze den Fall, es gelänge mir, soll ich da den Kerl erstechen?"
"Hast du Lust dazu?"
"Er würde mich jedenfalls nicht schonen, schon um meines bißchen Hab und Gutes willen."
"Das ist richtig. Aber auch ganz abgesehen davon, daß wir Christen sind, liegt es in unserm eigenen Vorteile, Milde walten zu lassen."
"Schön! Aber was werdet Ihr thun, wenn er mich besiegt und mit dem Messer auf mich loskommt? Ich darf mich doch nicht wehren!"
"In diesem Falle werde ich es zu erzwingen wissen, daß mit dem Töten so lange gewartet wird, bis alle Einzelkämpfe zu Ende geführt sind.
"Well, das ist ein Trost selbst für den schlimmsten Fall, und ich bin nun beruhigt. Aber, Jemmy, wie steht es mit dir?"
"Nicht besser als mit dir," antwortete der Dicke. "Mein Gegner heißt "großer Fuß". Weißt du, was das zu bedeuten hat?"
"Nun?"
"Er steht so fest auf den Füßen, daß ihn niemand niederbringt. Und ich, der ich um zwei Köpfe kleiner bin als er, soll das vermögen?
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