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Werke von Karl May

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Am Silbersee 

"Wir hatten eine Zeichnung darüber."
 
"Die nützt dir nichts, denn wenn du dich nach derselben richtest, wirst du nichts finden. Ich habe den aufbewahrten Gegenständen einen andern Platz gegeben.
 
"Und den darf ich nicht erfahren?"
 
"Nein."
 
"So bist du weniger dankbar als dein Vater!"
 
"Ich thue meine Pflicht, werde es dir aber nicht vergessen, daß du bei seinem Tode zugegen gewesen bist. Auf die Ausnutzung des Geheimnisses mußt du verzichten; jeden andern Wunsch aber werde ich dir mit Freuden erfüllen."
 
"Ist das dein Ernst?" fragte da Old Firehand schnell.
 
"Ja. Meine Worte sind stets so gemeint, wie ich sie spreche."
 
"So werde ich an Stelle dieses unsres Gefährten einen Wunsch aussprechen."
 
"Thu es! Liegt es in meiner Macht, so werde ich denselben gern erfüllen."
 
"Wem gehört das Land, auf welchem wir uns hier befinden?"
 
"Mir. Ich habe es von den Timbabatschen erworben und werde es einst meinem Sohn, dem "kleinen Bären" hinterlassen."
 
"Kannst du dein Recht darauf beweisen?"
 
"Ja. Bei den roten Männern gilt das Wort; die weißen Männer aber verlangen ein Papier mit schwarzen Buchstaben. Ich habe ein solches anfertigen und von den weißen Häuptlingen unterschreiben lassen. Es ist auch ein großes Siegel darauf. Das Land am Silbersee, so weit es rundum von den Bergen eingefaßt wird, ist mein Eigentum. Ich kann mit demselben thun, was mir beliebt."
 
"Und wem gehört der Felsenkessel, durch den wir heut gekommen sind?"
 
"Den Timbabatschen. Die weißen Häuptlinge haben die ganze Gegend ausgemessen und abgezeichnet; dann hat der weiße Vater in Washington sich unterschrieben, daß sie Eigentum der Timbabatschen ist."
 
"Diese können also davon verkaufen, verpachten oder verschenken, ganz wie es ihnen gefällt."
 
"Ja, und niemand darf etwas dagegen haben."
 
"So will ich dir sagen, daß ich den Felsenkessel von ihnen kaufen will."
 
"Thue es!"
 
"Du bist einverstanden?"
 
 
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