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Werke von Karl May

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Am Silbersee 

niemand. Und diese alle waren nach dem Canon geritten, um gegen euch zu kämpfen."
 
"Welche Unvorsichtigkeit! Und das soll ich für Wahrheit halten?"
 
"Es ist keine Unvorsichtigkeit, denn diese Hunde halten dich für unschädlich, weil es ihnen unmöglich erscheint, daß du ohne ihr Wissen nach dem See kommen kannst."
 
"Ist das denn möglich?"
 
"Ja. Grad dadurch kann ich dir beweisen, daß ich es ehrlich mit dir meine."
 
"Uff! Der Weg in diesem Canon hinauf ist nicht der einzige? Es gibt noch einen andern?"
 
"Ja. Wenn du willst, werde ich dich führen."
 
"Wo ist dieser Pfad?"
 
"Eine Strecke abwärts von hier liegt zwischen zwei Felsensäulen eine Spalte, durch welche man über eine Höhe in einen tiefen Felsenkessel gelangt, aus dem ein Hohlweg nach dem See führt. Ich bin diesen Weg mit dem "großen Bär" geritten."
 
"Und am See sind wirklich keine Krieger?"
 
"Nein, wenn nicht die zweihundert Navajos indessen gekommen sind, welche noch erwartet werden."
 
"Sie sind noch nicht da, denn sonst wären sie sofort hierher in den Canon geeilt, um gegen uns zu kämpfen. Wie lange braucht man, um von hier aus auf diesem andern Wege nach dem See zu gelangen?"
 
"Drei Stunden."
 
"Das ist viel, sehr viel!"
 
"Aber der Lohn ist groß; es fallen alle Feinde in deine Hände; du befreist deine Häuptlinge und Krieger und -   -   -  "
 
Er stockte.
 
"Und -   -   sprich weiter!"
 
"Und außerdem findest du eine Beute, wie es noch niemals eine gegeben hat."
 
"Eine Beute? Bei den Navajos? Du meinst ihre Pferde und Waffen? Denn weiter ist bei ihnen nichts zu finden."
 
"Ich spreche nicht von den Navajos, sondern von den beiden Bären und ihrem Silbersee, auf dessen Grunde ungeheure Reichtümer aufbewahrt liegen, Gold, Silber und edle Steine in großer Menge."
 
"Wer hat dir das weisgemacht?"
 
"Niemand. Ich habe es von den beiden selbst gehört. Ich lag des Abends im Dunkel unter den Bäumen. Sie kamen und blieben
 
 
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