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Werke von Karl May

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Am Eagle-tail 

"Weil ich selbst noch nicht im klaren bin. Es handelt sich um einen Zug hinauf in die Berge."
 
"Wozu in die Berge?"
 
"Hm! Ich weiß nicht, ob es geraten ist, davon zu sprechen; aber ich will es dir dennoch mitteilen. Da oben hat vor uralten Zeiten ein Volk gewohnt, dessen Name mir entfallen ist. Dieses Volk ist entweder nach Süden gezogen oder ausgerottet worden und hat vorher ungeheure Schätze in den See versenkt."
 
"Unsinn! Wer Schätze besitzt, der nimmt sie mit wenn er fortzieht!"
 
"Ich sage dir ja daß es möglicherweise auch ausgerottet worden ist!"
 
"Worin sollten diese Schätze bestehen? In Geld?"
 
"Das weiß ich nicht. Ich bin kein Gelehrter und kann also nicht sagen ob frühere Völker Münzen geprägt oder Banknoten gedruckt haben. Die letzteren hätten aber jetzt allen Wert verloren. Woodward sagte, das Volk sei heidnisch gewesen und habe ungeheure Tempel besessen mit massiv goldenen und silbernen Götzenbildern und unzähligen ebensolchen Gefäßen. Diese Reichtümer liegen im Silbersee, welcher davon seinen Namen hat."
 
"So sollen wir diesen See wohl austrinken, um diese Sachen auf dem Boden liegen zu sehen?"
 
"Sprich nicht unverständig! Der Cornel wird wohl wissen, woran er ist und was er zu thun hat. Er soll eine Zeichnung besitzen, mit deren Hilfe man die betreffende Stelle genau und sicher zu bestimmen im stande sein wird."
 
"So! Und wo liegt denn dieser Silbersee?"
 
"Das weiß ich nicht. Jedenfalls wird er erst dann davon reden, wenn er bestimmt hat, wen er mitnehmen will. Es versteht sich ganz von selbst, daß er sein Geheimnis und seine Absichten nicht vorher ausplaudern kann."
 
"Natürlich! Aber gefährlich ist diese Sache auf alle Fälle."
 
"Warum?"
 
"Der Indianer wegen."
 
"Pshaw! Es wohnen dort nur zwei Rote, der Enkel und der Urenkel desjenigen Indianers, von welchem die Zeichnung stammt. Und diese sind doch mit zwei Schüssen weggeputzt."
 
"Wenn's so ist, so will ich's loben. Ich war noch nie droben in den Mountains und muß mich also auf die verlassen, welche die Sache verstehen. Zunächst meine ich, daß wir unser ganzes Augenmerk
 
 
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